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Internationale Gluck-Opern-Festspiele Christoph Willibald Ritter von Gluck lebte von 1714 bis 1787 und war der berühmteste Komponist in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Sein Schaffen nahm über seine Lebzeiten hinaus wesentlichen Einfluss auf die europäische Musikkultur. Noch heute umgibt seinen Namen der Nimbus des "Opernreformators" - und sei es nur dank seines Bühnenwerks "Orpheus und Eurydike", genauer wegen des Rondos "Ach, ich habe sie verloren..." oder des "Reigen seliger Geister".

Weit weniger bekannt ist, dass die Wiege dieses bedeutenden Tonschöpfers im oberpfälzischen Erasbach stand, nur wenige Kilometer südöstlich von Nürnberg. Neben Albrecht Dürer schärft der große Sohn Gluck das kulturelle Profil der Europäischen Metropolregion Nürnberg. Um dieses Potenzial zu nutzen, hat die NÜRNBERGER 2005 die "Internationalen Gluck-Opern-Festspiele" am Staatstheater Nürnberg ins Leben gerufen, die Fachleute wie Musikliebhaber aus aller Welt gleichermaßen begeistern. Nach der furiosen zweiten Auflage im März 2008, u. a. mit "Ezio" und "Alceste", finden sie künftig alle zwei Jahre statt.

Für die diesjährigen Festspiele vom 16. bis 23. Juli 2010 an der Staatsoper Nürnberg konnten internationale Stars, renommierte Dirigenten und Orchester verpflichtet werden. Unter dem Motto "Gluck, Paris und die Folgen" wurde der Einfluss des Opernreformators auf andere Komponisten beleuchtet. Von Grétry über Gossec bis zu Berlioz reichte das abwechslungsreiche Programm. Marc Minowski mit seinen Musiciens du Louvre und Hervé Niquet mit Le Concert Spirituel sowie die Solistinnen Anne Sofie von Otter und Véronique Gens sorgten für musikalischen Genuss auf höchstem Niveau.

Neben der Eröffnungsgala und klassischen Operndarbietungen erwartete das Publikum auch ein Jazzkonzert mit der Thilo Wolf Big Band sowie eine Aufführung von Orpheus in den Nürnberger Felsengängen. Ein Höhepunkt war das Tanzprojekt "Schau nicht zurück, Orfeo!" von Jugendlichen aus der Metropolregion unter der künstlerischen Leitung der international bekannten Kammersängerin Frances Pappas. Die aus 60 verschiedenen Nationen stammenden Jugendlichen interpretierten die wohl populärste Oper Glucks neu. Damit überwanden sie kulturelle sowie sprachliche Barrieren und beschritten neue Wege der Integration.

Über das Engagement als Ideengeber und Titelsponsor der Festspiele hinaus setzt sich die NÜRNBERGER für die weltweite Verbreitung des Gluck'schen Œuvres ein. Sei es auf wissenschaftlicher Ebene durch die Förderung der Gluck-Forschungsstelle an der Universität Salzburg, regional mit der Unterstützung von Gluck-Konzerten in der Frauenkirche Nürnberg oder auf der internationalen Bühne durch das Prager Gastspiel der Nürnberger Symphoniker anlässlich der 20-jährigen Städtepartnerschaft Nürnberg-Prag im Mai 2010: Die NÜRNBERGER trägt maßgeblich dazu bei, die Metropolregion weltweit als Zentrum der Gluck-Pflege zu etablieren und so ihr Ansehen als einzigartige Kulturlandschaft zu mehren.

 
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