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Technische Aktien- und Rentenmarktaussichten für die Woche vom
26. bis 30. Juli 2010

DAX

Der DAX kann sich im aktuellen Umfeld nicht so recht entscheiden und tendiert mehr oder weniger seitwärts. Dadurch, dass die Ausschläge zuletzt immer kleiner geworden sind, läuft der Index in eine Dreiecksformation hinein, deren obere Begrenzung bei 6216 und die untere Begrenzung bei 5916 Punkten verlaufen. Für diese Theorie spricht zudem, dass die gleitenden Durchschnittslinien ebenfalls mehr oder weniger seitwärts tendieren. Sollte der Ausbruch aus der Dreiecksformation nach oben gelingen, würden wir prozyklisch auf die Käuferseite gehen. Die nächsten Widerstände vor dem Jahreshoch bei 6342 finden sich bei 6291 bzw. 6330 Punkten. Einen Bruch der bei 6060 Punkten verlaufenden 38-Tages-Linie würden wir negativ interpretieren. Für diesen Fall ist mit weiteren Abgaben zu rechnen, so dass auch ein Abgleiten unter die untere Begrenzung der Dreiecksformation nicht auszuschließen wäre. Die technischen Indikatoren sind neutral bis leicht positiv.

Euro Stoxx 50

Der Euro-Stoxx-50-Index hat wieder eine bewegte Woche hinter sich. Nach kräftigen Kurseinbrüchen am vergangenen Dienstag ging es bis zum Freitag deutlich nach oben. Ob die Dynamik der letzten Tage ausreicht, um weitere Kursgewinne zu generieren, bleibt fraglich. Wie bereits dreimal in den letzten Wochen versucht der Index erneut die aktuell bei 2737 Punkten verlaufende 90-Tages-Linie zu durchstoßen. Sollte dies gelingen, wartet bei 2788 Punkten (Hoch aus dem Juni) bereits der nächste Widerstand, bevor die wichtige Hürde in Form der 200-Tages-Linie bei 2803 Punkten wartet. Auf Sicht von ein bis zwei Wochen bleibt es dennoch fraglich, ob der Index die Seitwärtsbewegung der letzten drei Monate beenden kann. Von Seiten der technischen Indikatoren wäre zumindest der Weg nach oben frei.

Dow Jones Industrial

Erneut gute Quartalsberichte sowie die Erleichterung nach dem Resultat der europäischen Bankenstresstests sorgten dafür, dass der Dow Jones Index mit Kursgewinnen die Woche beendete. Dabei wurden wichtige Widerstandsmarken überwunden. Vor allem der Sprung über die bei 10395 Punkten verlaufende 200-Tages-Linie ist positiv zu werten, zumal bereits zuvor der Sprung über den seit April existierenden kurzfristigen Abwärtstrend (aktuell bei 10205 Punkten) gelang. Damit rückt das Hoch vom 21. Juni bei 10592 Punkten ins Blickfeld. Um ins Bullenlager wechseln zu können, ist jedoch eine Bestätigung des Ausbruchs über die 200-Tages-Linie von Nöten. Die technischen Indikatoren stünden dem nicht im Wege, zumal gerade der MACD sowie der Stochastik jüngst frische Kaufsignale aufweisen. Negativ würden wir den Fall unter den oben genannten Abwärtstrend interpretieren. Kurse im Bereich zwischen 9840 und 9890 Punkten wären dann denkbar.

Bund-Future

Der Bund-Future notiert aktuell bei 128,23 Punkten und hat sich damit in einer breiten Tradingrange zwischen 127,12 und 130,37 Punkten etabliert. Aufwärtsimpulse scheitern zumeist am kurzfristigen Abwärtstrend seit Juni bei 129,42 Punkten. Würde diese Marke nachhaltig überwunden werden, so ergäbe sich Potenzial bis zum Allzeithoch bei 130,37 Punkten. Auf der Unterseite befinden sich Unterstützungen bei 128,18, 127,99 und 127,12 Punkten. Erst bei einem Bruch der letztgenannten Marke würde sich ein deutliches Abwärtspotenzial ergeben, da dann eine Topformation vollendet wäre. Die technischen Indikatoren liefern ein gemischtes Bild. Zusammenfassend gehen wir von einer Fortsetzung des Seitwärtstrends aus.

 
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