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Viele Deutsche verschwenden große Mengen an Strom und merken es nicht einmal. Eine neue Beispielrechnung der Initiative Energie-Effizienz bestätigt diesen heimlichen und unnötigen Kostenfaktor. Dabei lassen sich im Jahr pro Haushalt bis zu 180 EUR einsparen, ohne dass man Komforteinbußen hinnehmen muss.

Mittlerweile geht die Hälfte des Stromverbrauchs in Privathaushalten auf die stattliche Sammlung von Haushaltsgeräten und elektronischen Medien zur Unterhaltung, Kommunikation und Information zurück. Fernseher und Radios sowie alle Kleingeräte verbrauchen zum Teil auch dann Strom, wenn sie gar nicht benutzt werden. Aber auch Geräte, die Wärme und Kälte erzeugen, benötigen viel Strom – vor allem, wenn sie schon älter sind. Die Beleuchtung ist ebenfalls ein Stromfresser.

Der Stand-by-Betrieb von Unterhaltungselektronik- und Multimediageräten wie Fernseher, Radio, PC, Drucker, Fax usw. kann stromsparend wirken. Er verleitet jedoch dazu, die Geräte gar nicht mehr abzuschalten, sondern rund um die Uhr in Bereitschaft zu halten. Selbst im Stand-by-Modus verbraucht ein Fernseher rund 58 kWh Energie im Jahr. Bei einem Videogerät sind es sogar ca. 69 kWh. Diese Werte variieren stark, sie sind von Jahrgang, Marke und Größe des Geräts abhängig. Erst das vollständige Trennen von der Steckdose stoppt den Stromfluss. Daher gehören Fernseher, HiFi-Anlage, Computer, Drucker und Co. an eine Steckerleiste, die sich nach Gebrauch abschalten lässt. Diese Maßnahme bringt immerhin 60 EUR im Jahr.

Auch die Beleuchtung birgt einiges an Sparpotenzial. Energiesparlampen der neuesten Generation haben ein angenehmes Licht und sind von klassischen Glühbirnen kaum noch zu unterscheiden. Sie geben jedoch einen weit geringeren Anteil der Energie wieder als nutzlose Wärme ab. Wer um die 10 alte Glühbirnen gegen Energiesparlampen austauscht, spart weitere 60 EUR im Jahr.

Die größten Stromfresser sind jedoch die Haushaltsgeräte. Ein Drittel des Verbrauchs geht auf Kühlschrank, Waschmaschine, Trockner etc. zurück. Wer hier beim Gerätekauf auf eine günstige Energieeffizienzklasse achtet (möglichst "A"), kann seine Stromkosten noch einmal erheblich senken.

Beim Neukauf einer Waschmaschine sollte neben Preis und Qualität auch der Strom- und Wasserverbrauch im Fokus stehen. Die Maschinen werden immer sparsamer. Während ein altes Gerät noch 135 Liter Wasser benötigte, kommt eine neue Waschmaschine mit 34-49 Litern (5 kg Füllmenge) aus. Auf keinen Fall sind Kombigeräte mit Trockner zu empfehlen – ein solches Gerät verbraucht zusätzlich 25-85 Liter Wasser für den Kondensationstrockner!
Eine Waschmaschine sollte immer mit ganz gefüllter Trommel gestartet werden – das heißt, wenn nur noch eine Faust darin Platz hat. Bei halbgefüllten Maschinen sollten Sie das Sparprogramm einschalten. Passen Sie das Waschprogramm an den Verschmutzungsgrad der Wäsche an. Eine Vorwäsche ist nicht erforderlich, und meist reichen weniger als 60 Grad oder sogar das Kurzprogramm.

Für das Ausspülen der Handwäsche benötigen Sie weniger Wasser, wenn Sie etwas Essig hinzugeben. Die Seife geht schneller heraus, und die Farben leuchten länger. Oft sind die Textilien nach einer Abendveranstaltung nicht verschmutzt, sondern riechen nach Rauch o. Ä. Waschen ist dann noch nicht notwendig – besser: einen Tag lang lüften. Der Geruch ist weg, das Gewebe wurde geschont und Wasser gespart.

Durch den Einbau einer Regenwassernutzungsanlage kann der Trinkwasserverbrauch im Haushalt um ca. 50 Prozent gesenkt werden. Regenwasser eignet sich u. a. ideal für die Wäsche. Die Anlage sammelt das Regenwasser auf dem Dach und speichert es in einem Tank. Von dort wird über separate Leitungen die Waschmaschine versorgt.

 
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