Schutz und Sicherheit im Zeichen der Burg
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Für viele beginnt der Urlaub bereits mit dem Studieren der farbenfrohen Angebote in den Katalogen der Anbieter. Man träumt von komfortablen Hotels, geschmackvollen Zimmern mit Meerblick, traumhaften Buchten und Sandstränden. Nur allzu gerne schmücken die Veranstalter ihre Angebote entsprechend der Sehnsüchte ihrer Kunden aus. Doch nur selten stimmen die blumigen Katalogbeschreibungen mit den tatsächlichen Gegebenheiten überein.
Um böse Überraschungen und große Enttäuschung möglichst zu vermeiden, sollte man die Katalogsprache als eine Art Fremdsprache betrachten. Gängige Formulierungen müssen erst entschlüsselt werden, um einen realistischeren Eindruck zu gewinnen.

Es beginnt schon mit der Anreise: Die Buchung eines "Direktfluges" bedeutet nicht unbedingt Nonstop. Sie sollten lieber mit einer Zwischenlandung rechnen.
Schnell erkennt man auch, dass nur der "Meerblick" eine ungestörte Sicht aufs Wasser garantiert, nicht aber das Zimmer zur "Meerseite". Ein "Naturstrand" ist mit großer Vorsicht zu genießen, meist bedeutet es nur, dass Toiletten, Duschen oder eine regelmäßige Reinigung des Strandes eher nicht zu erwarten sind. Glücklicher ist, wer sich nicht von dem Wörtchen "Strandnähe" hat täuschen lassen, sondern in einem Haus "in direkter Strandlage" eingecheckt hat. Eine hoteleigene Disco kann Ihnen den Schlaf vermiesen und ein kurzer Transfer zum Flughafen kann auch heißen, dass das Hotel in einer Einflugschneise liegt. Auch Worte wie "aufstrebender Ferienort" sollten Sie stutzig machen: Hier herrscht garantiert Baulärm.

Eine "internationale Atmosphäre" deutet auf eine Unterkunft hin, die mit Gruppen und Vereinen gut im Geschäft ist – viel Spass mit Kegelbrüdern aus aller Welt! Wer sich auf eine "idyllische, ruhige Lage" einläßt, sollte wissen, dass er die Urlaubstage an einem entlegenen Ort verbringen wird ohne gute Verkehrsanbindung, ohne Einkaufsmöglichkeiten und ohne große Restaurantauswahl. Ein "zentral gelegenes Hotel" hingegen verspricht eher Straßenverkehr und Lärm rund um die Uhr. "Direkt am Meer" bedeutet nicht, dass Sie in der Nähe auch baden können. Dann hieße es "direkt am Strand". Eine "zweckmäßig eingerichtete Unterkunft" entpuppt sich als Minimalausstattung ohne jeglichen Komfort.

Wer online bucht, kann besser vergleichen
Grundsätzlich gilt: Wer seine Reise online bucht, hat mehr Kontrollmöglichkeiten und kann Reisen, Hotels und natürlich die Preise verschiedener Anbieter direkt miteinander vergleichen. Zudem können Sie sämtliche Beschreibungen verschiedener Anbieter zu einem bestimmten Hotel aufrufen. Hier zeichnet sich dann ab, welche Beschreibung der Wahrheit wohl am nächsten liegt. Teilweise werden Luftaufnahmen des Hotels angeboten. So ist es möglich, die beschriebenen Attribute des Hotels umgehend visuell zu überprüfen.

Reklamationen und Reisepreis-Minderungen
Was tun, wenn trotz sorgfältiger Studien der Katalogsprache die Urlaubsrealität sehr zu wünschen übrig lässt? Schwerwiegende Mängel sind einklagbar – wenn Sie richtig und rechtzeitig reklamiert werden. Dazu gehört auch eine Beschwerde bei der Reiseleitung, die in einem Beschwerdeprotokoll schriftlich festgehalten werden muss. Schon vor Ort sollten Sie mit Fotoapparat oder Filmkamera Beweise sichern. Nach der Rückkehr sollten Sie innerhalb von vier Wochen Ihre Reklamation beim Veranstalter einreichen. Mehr Informationen, wie Sie Urlaubsmängel richtig reklamieren.

Ein Richtwert zur Berechnung von Reisepreis-Minderungen ist die auch bei Gerichten anerkannte Frankfurter Tabelle.


 
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